Dirk Laubner

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Flächen & Standorte

Flächenentwicklung in Pankow

Der Bezirk Pankow ist in den vergangenen Jahren durch eine sehr dynamische positive wirtschaftliche Entwicklung charakterisiert. Mit der wachsenden Stadt steigen jedoch auch die Nutzungskonkurrenzen. Gewerbetriebe werden zunehmend durch renditestärkere Nutzungen wie z.B. Wohnen oder Einzelhandel aus den innerstädtischen Lagen verdrängt und gewerbliche Flächen werden auch für städtische Pflichtaufgaben wie z.B. Flüchtlingsunterbringung oder Soziale Infrastrukturen in Anspruch genommen.

Den steigenden Flächenbedarfen von Unternehmen steht so oft ein sinkendes Angebot an kurzfristig verfügbaren Gewerbeflächen gegenüber. Ansiedlungs- und Erweiterungsabsichten von Unternehmen können in vielen Teilräumen jetzt schon nicht mehr ausreichend bedient werden, so dass mitunter eine Abwanderung droht.

Die Wirtschaftsförderung sieht in der gewerblichen Flächenentwicklung und -sicherung daher eine zentrale Aufgabe um Pankow als attraktiven Arbeits- und Wirtschaftsstandort zu erhalten. In enger Kooperation mit dem Stadtentwicklungsamt und mit Hilfe von Fördermitteln z.B. aus dem GRW-Regionalbudget sind bereits zahlreiche Maßnahmen angeschoben worden bzw. werden aktiv begleitet.

Sicherung gewerblicher Flächen

Dank gezielter GRW-Fördermittel aus dem GRW-Regionalbudget, konnte der Bezirk Pankow in den vergangenen Jahren eine dynamische und positive wirtschaftliche Entwicklung verzeichnen. Mit dem Wachstum der Stadt nehmen jedoch Nutzungskonkurrenzen zu: Gewerbebetriebe werden zunehmend durch renditestärkere Nutzungen wie Wohnen oder Einzelhandel aus den innerstädtischen Lagen verdrängt, und gewerbliche Flächen werden zudem für städtische Pflichtaufgaben wie Flüchtlingsunterbringung oder soziale Infrastrukturen beansprucht.

Den steigenden Flächenbedarfen von Unternehmen steht häufig ein begrenztes Angebot kurzfristig verfügbarer Gewerbeflächen gegenüber. Ansiedlungs- und Erweiterungsabsichten können in vielen Teilräumen bereits jetzt nicht ausreichend bedient werden, sodass mitunter Abwanderung droht.

Die Wirtschaftsförderung betrachtet die Entwicklung und Sicherung gewerblicher Flächen daher als zentrale Aufgabe, um Pankow als attraktiven Arbeits- und Wirtschaftsstandort zu erhalten. In enger Abstimmung mit dem Stadtentwicklungsamt werden zahlreiche Maßnahmen aktiv begleitet.

Gewerbeflächenkonzeption

In einer wachsenden Stadt werden neben Flächen für Schulen, Wohnen und Erholung auch dringend Flächen für die wachsende Wirtschaft gebraucht. Bereits im Jahr 2014 hat die Pankower  Wirtschaftsförderung die Erarbeitung einer Gewerbeflächenkonzeption beauftragt. Das Konzept wurde 2024 als Wirtschaftsflächenkonzept fortgeschrieben. Als Ergebnis steht ein klar definierter Handlungsrahmen zur Sicherung und Entwicklung von Gewerbeflächen. Das Konzept bildet die Grundlage zur Initiierung und Begleitung gewerblicher Einzelstandorten.

Schwerpunkte der gewerblichen Flächenentwicklung Pankow

Das landeseigene Areal des ehemaligen Regierungskrankenhauses an der Hobrechtsfelder Chaussee 100 in Berlin Buch stellt infolge einer in 2019 erfolgten Änderung im Flächennutzungsplan (FNP) ein recht neues Flächenpotenzial für gewerbliche Nutzungen dar. Das Büro für Wirtschaftsförderung Pankow ist bereits mehrfach durch interessierte Unternehmen und Akteure zu den Möglichkeiten einer gewerblichen oder kulturellen Nutzung an dem Standort angesprochen worden, so dass hier ein aktueller Handlungsbedarf besteht.

Die konkreten Umsetzungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen für eine gewerbliche Entwicklung am Standort wurden im Rahmen einer Machbarkeitsstudie untersucht, die Anfang 2024 fertiggestellt wurde.

In der Machbarkeitsstudie wurden die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Areals abgestimmt. Im Ergebnis der Studie ist für eine aktive gewerbliche Nutzung ein hoher finanzieller und zeitlicher Aufwand nötig. Eine wirtschaftliche Zwischennutzung des Geländes gestaltet sich infolge diverser Restriktionen (u. a. fehlende Ver- und Entsorgung, kostenintensive Sicherung des Gebäudes sowie unzureichende Verkehrsanbindung) als schwierig und bedarf jeweils einer konkreten Einzelfallprüfung. Für eine dauerhafte Nutzung wurden verschiedene Entwicklungs- und Nutzungsvarianten erarbeitet, die wahlweise einen Abriss, Rückbau oder eine Sanierung des Gebäudes erfordern.

Für eine Priorisierung und Umsetzung der in der Machbarkeitsstudie erarbeiteten Entwicklungsvarianten ist infolge der hohen baulichen Kosten eine politische Grundsatzentscheidung zum Umgang mit dem Standort erforderlich. Im weiteren Verlauf sind je nach Entscheidung und mit Blick auf die bestehenden Restriktionen eine Reihe vertiefender Untersuchungen (z. B. Verkehr, Flora, Fauna) durchzuführen.“

Karte: Kartenausschnitt Ehemaliges Regierungskrankenhaus Berlin Buch © ALKIS
ALKIS

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Das Büro für Wirtschaftsförderung hat federführend die Erarbeitung eines Entwicklungskonzeptes für den landesweit bedeutsamen Standort Buchholz Nord begleitet. Das in Zusammenarbeit mit der bezirklichen Stadtplanung sowie den Senatsverwaltungen für Stadtentwicklung und Wohnen und für Wirtschaft, Energie und Betriebe in 2020 fertiggestellte Konzept stellt den Startschuss für eine der wichtigsten und größten landeseigenen Gewerbeentwicklungen im Berliner Nordosten dar. Der Standort bietet sehr gute Bedingungen für eine gewerbliche Entwicklung. Empfohlen werden eine flexible branchenoffene Entwicklung und die Profilierung zu einem nachhaltigen und möglichst klimaneutralen Standort. Bis Unternehmen hier angesiedelt werden, stehen in den kommenden Jahren noch mehrere Entwicklungsschritte an. Die weitere Entwicklung wird durch die zuständigen Landesverwaltungen gesteuert. Die Wirtschaftsförderung wird sich hierbei auch zukünftig weiter einbringen und den Entwicklungsprozess fachlich begleiten und unterstützen um hier Flächen für die lokale und regionale Unternehmerschaft zu schaffen.

Karte: Buchholz Nord © Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: empirica | Planergemeinschaft
Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: empirica | Planergemeinschaft

Der Campus Berlin-Buch hat sich in den vergangenen Jahren als moderner Wissenschafts-und Gesundheitsstandort etabliert und genießt als einer der größten Biotechparks Deutschlands auch international hohes Ansehen. Als einer der ausgewiesenen Zukunftsorte in Berlin besitzt der Standort nicht nur für den Bezirk Pankow eine zentrale wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Bedeutung, sondern auch für das gesamte Berliner Stadtgebiet und das angrenzende Brandenburger Umland. Infolge der fast vollständigen Flächenauslastung im Campus ist die anhaltend dynamische Entwicklung des Standorts jedoch zunehmend eingeschränkt. Beabsichtigte Erweiterungen der Bestandsunternehmen sowie die Ansiedlungsanfragen neuer Unternehmen können auf der jetzigen Campusfläche nicht mehr realisiert werden. Das Büro für Wirtschaftsförderung begleitet daher aktiv die vorgesehene Campuserweiterung im Bereich der südlichen Brunnengalerie. Nach Erarbeitung verschiedener Planungen und Konzepte stehen hier aktuell Abstimmungen zu Erschließungsfragen sowie die Schaffung von Planungsrecht an.

Campus Berlin-Buch

Das Gewerbegebiet Treseburger Str. liegt im Pankower Ortsteil Blankenburg. Infolge der hohen gewerblichen Flächenbedarfe ist eine Erweiterung des Gewerbegebietes um die nördlich angrenzenden Brachflächen entlang der Laake sowie der Bahngleise vorgesehen. Durch vermehrte Anfragen verschiedener Projektentwickler und Investoren zur Realisierung von Mischnutzungen oder auch Wohnungsbau besteht ein großer Handlungsdruck diese Flächen für entsprechende gewerbliche Nutzungen zu sichern bzw. zu entwickeln.

Das Büro für Wirtschaftsförderung hat auf der Grundlage der 2015 erstellten Gewerbeflächenkonzeption für den Bezirk aktuell eine Machbarkeitsstudie zu Potenzialflächen im Gewerbegebiet Treseburger Straße, Ortsteil Blankenburg beauftragt. In enger Kooperation mit dem Stadtentwicklungsamt und dem Umwelt- und Naturschutzamt wurden auf Grundlage einer Bestandsanalyse und unter Berücksichtigung der landschafts- und naturschutzfachlichen Belange Konzeptvarianten für die Erschließung und Baufeldbildung entwickelt, und eine städtebaulich-freiraumplanerische Vorzugsvariante abgeleitet.

Karte: Potenzialflächen im Gewerbegebiet Treseburger Straße © Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: Stadt Land Fluss Büro für Städtebau und Stadtplanung BDA SRL
Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: Stadt Land Fluss Büro für Städtebau und Stadtplanung

Das Gewerbegebiet Niederschönhausen ist ein historisch gewachsener Standort mit einer vielfältigen kleinteiligen Nutzungsstruktur gerade im handwerklichen Bereich und in der Bauwirtschaft. Die Lage in direkter Nachbarschaft zu heranrückender Wohnbebauung bringt jedoch Emissions- und Verkehrskonflikte mit sich.

Um die gewerblichen Nutzungen am Standort zu sichern, wurde auf Betreiben des Büros für Wirtschaftsförderung bereits 2018 ein Bebauungsplanverfahren gestartet. Hierbei soll auch angespannte verkehrliche Situation verbessert werden und so hat die Wirtschaftsförderung im Sommer 2022 ein qualifiziertes Fachbüro mit der Durchführung einer umfassenden Verkehrs- und Maßnahmenkonzeption beauftragt. Ziel war es konkrete und möglichst anwohnerverträgliche Handlungsempfehlungen für die Sicherung und Optimierung der inneren und äußeren verkehrlichen Erschließung des Gewerbegebiets zu erarbeiten. In zahlreichen Abstimmungen mit den zuständigen Verkehrsbehörden im Land Berlin wurde umfassend geprüft, welche Maßnahmen umgesetzt werden können. Das Konzept wurde Ende 2024 fertiggestellt.

Als eine Maßnahme zur Unterstützung des bestehenden Verkehrsleitsystems wurden Hinweisschilder entworfen und aufgestellt, die den Wirtschaftsverkehr um Rücksichtnahme bitten, wenn dieser durch die umgebenden Wohngebiete fährt. Eine andere Maßnahme ist die Teileinziehung für die Straße 103 für 3,5 t – Kraftfahrzeuge. So soll der Verkehr in der Wackenbergstraße minimiert werden.

Karte: Geltungsbereich B-Plan 3-63 laut Aufstellungsbeschluss vom 04.09.2018 © Bezirksamt Pankow von Berlin
Bezirksamt Pankow von Berlin
Beispiele für umgesetzte Maßnahmen im Gewerbegebiet Niederschönhausen. Fotos BA Pankow
Bezirksamt Pankow von Berlin
Beteiligungsveranstaltung zum Verkehrskonzept Gewerbegebiet Niederschönhausen am 25.09.23
Bezirksamt Pankow von Berlin

Der Standort am Wilhelmsruher Tor sollte ursprünglich als Wohnstandort entwickelt werden. Im laufenden B-Planverfahren wurde im Ergebnis eines durchgeführten Geruchsimmissionsgutachtens festgestellt, dass in weiteren Teilen des Gebiets den gesetzlichen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse nicht entsprochen werden kann, so dass die Entwicklung eines Wohnstandorts vorerst aufgegeben wurde. Stattdessen sollten alternative Nutzungsmöglichkeiten für den Standort geprüft. Zu diesem Zweck hat das Büro für Wirtschaftsförderung in Abstimmung mit dem Stadtentwicklungsamt eine Machbarkeitsstudie zur Untersuchung und Gestaltung gewerblicher Nutzungen beauftragt. Dabei wurden die bestehenden Rahmenbedingungen und Restriktionen am Standort sowie die Verträglichkeit mit den umgebenden Arealen berücksichtigt.

Standort Wilhelmsruher Tor, Foto: © Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: empirica und Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG
Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: empirica und Planergemeinschaft für Stadt und Raum eG

Das Stadtquartier Blankenburger Süden soll in Pankow, zwischen Blankenburg und Heinersdorf, entstehen. Geplant ist hier im Sinne einer ganzheitlichen Stadtentwicklung ein breiter Nutzungsmix aus Wohnungen, Schulen und Kitas, Grünflächen und insgesamt 40 ha Gewerbe. Aktuell laufen beauftragt durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen „Vorbereitende Untersuchungen“, um zu schauen wie z.B. die Nutzungen räumlich verteilt werden können, die verkehrliche Anbindung des Quartiers gesichert und eine umweltverträgliche Entwicklung erfolgen kann. Die Untersuchungsthemen sind vielfältig und komplex, so dass hier noch mehrere Jahre benötigt werden bis zu konkreten Bauvorhaben und Ansiedlungen. Das Büro für Wirtschaftsförderung wird den Prozess wie bisher aktiv begleiten und sich engagiert dafür einsetzen, dass die geplanten gewerblichen Flächen gesichert bleiben und hier effizient und zukunftsgerichtet Raum für neue Arbeitsplätze und Unternehmen geschaffen wird.

Karte: Struktur- und Nutzungskonzept Blankenburger Süden (Entwurf April 2021) © SenStadtWohn, DSK, PFE, gruppe F, LK Argus
SenStadtWohn, DSK, PFE, gruppe F, LK Argus

Die Kunsthochschule Berlin Weißensee hat für Pankow eine zentrale Bedeutung als Bildungs- und Forschungszentrum, im Bereich Design, Freie Künste und Kreativwirtschaft. Infolge der anhaltend wachsenden Studentenzahlen ist für die nächsten 10-15 Jahre zwischen Land, Bezirk und Hochschule eine Erweiterung und Weiterentwicklung des Standorts vereinbart worden, hin zu einem dynamischen Wissenschafts- und Kreativstandort – dem Campus Weißensee. Geplant ist auf einem Nachbargrundstück ein spannender Nutzungsmix mit Flächen für Lehre und künstlerisch-praktische Ausbildung, studentisches Wohnen, Labore für Start-Ups, Ausstellungen sowie gastronomische Angebote.

Das Büro für Wirtschaftsförderung ist zum Vorhaben in engem Austausch mit der Kunsthochschule und wird auch das von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen geplante Konzeptverfahren zur Grundstücksvergabe intensiv begleiten. Mit dem geplanten Ansiedlungs- Existenzgründungs- und Innovationszentrum werden den Absolventen der Kunsthochschule und anderer Bildungsinstitute, vielfältige Chancen für eine Verwirklichung innovativer Ideen im wirtschaftlichen und unternehmerischen Sinn gegeben. Damit kann das kreative, prosperierende Image von Berlin und des Bezirks Pankow mit einem krisensicheren Raumangebot für die Kreativwirtschaft langfristig gesichert werden.

Campus Weißensee mit Markierung des Projektgebiets, Foto: © Senatsverwaltung Stadtentwicklung und Wohnen, Fotograf: Dirk Laubner
Senatsverwaltung Stadtentwicklung und Wohnen, Foto: Dirk Laubner

Das Gebiet rund um die Langhansstraße ist infolge seiner historischen Entwicklung auch heute noch in hohem Ausmaß durch verschiedene kleingewerbliche Strukturen geprägt. Insbesondere entlang der Lehderstraße und Streustraße (u.a. Ruthenbergische Höfe) konzentriert sich eine Mischung aus Handwerk, Reparaturdienstleistern, Handel sowie Kultur- und Kreativwirtschaft. Das Gebiet besitzt als eines der wenigen innerstädtischen gewerblichen Areale, das bis heute „überlebt“ hat, eine zentrale Bedeutung für die Versorgung der umliegenden Wohngebiete mit Handwerker- und Reparaturdienstleistungen. Durch den vermehrten Zuzug von Bevölkerungsgruppen und die sehr dynamische Wohnbauentwicklung besteht jedoch aktuell ein hoher Umnutzungs- und Verdrängungsdruck auf die gewerblichen Standorte.

Auf Grundlage der Ergebnisse einer Vorbereitenden Untersuchung zu den Themen wie Wohnen, Wirtschaft, Gewerbe, Mobilität und Soziale Infrastruktur wurde im Dezember 2021 ein Sanierungsgebiet ausgewiesen. In den nächsten 10-15 Jahren werden hier unter Beteiligung der lokalen Akteure zahlreiche Maßnahmen umgesetzt. Die Wirtschaftsförderung hat die gewerblichen Belange umfangreich in den Prozess mit eingebracht und setzt sich auch zukünftig dafür ein, dass die kleingewerblich-handwerklichen Strukturen im Quartier gesichert und weiterentwickelt werden.

Quartier Langhansstraße, Foto: © Senatsverwaltung Stadtentwicklung und Wohnen, Fotograf: Dirk Laubner, Mai 2019
Senatsverwaltung Stadtentwicklung und Wohnen, Foto: Dirk Laubner

Der Standort Kniprodestraße 60/62 ist aktuell durch Nutzungen der Berliner Stadtreinigung (BSR) des bezirklichen Straßen- und Grünflächenamt (SGA) und kleingewerbliche Nutzungen (ca. 40 Unternehmen) geprägt. Infolge der zunehmenden Flächenbedarfe der BSR und des SGA in einer wachsenden Stadt sowie des hohen gewerblichen Flächenbedarfs wurden in enger kooperativer Abstimmung mit allen Akteuren in einer städtebaulichen Machbarkeitsstudie Vorschläge für eine Neuordnung und städtebauliche Optimierung des zentral gelegenen Standortes erarbeitet. Die durch eine Befragung in die Untersuchung eingebundenen Gewerbeunternehmen signalisierten ausnahmslos einen zwingenden Bedarf und hohes Interesse am Standortverbleib. Um die wachsenden Flächenansprüche bei gleichzeitig begrenzter Grundstücksfläche realisieren zu können, ist die Stapelung der gewerblichen Nutzungen in einem mehrgeschossigen innerstädtischen Gewerbehof nach dem Vorbild von Städten wie München oder Hamburg vorgesehen.

Das Büro für Wirtschaftsförderung hatte die vom Stadtentwicklungsamt beauftragte Studie intensiv begleitet und nun mit eingeworbenen Fördergeldern die landeseigene Gesellschaft WISTA.Plan beauftragt erste Schritte für die Umsetzung der geplanten Standortentwicklung und für die Vorbereitung eines Bebauungsplanverfahrens einzuleiten.

Standort Kniprodestraße 60/62, Foto: © Bezirksamt Pankow von Berlin, IGP
Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: FIS-Broker

Der Bereich entlang der Storkower Straße zwischen Landsberger Allee und Kniprodestraße ist eines der wichtigsten innerstädtischen Gewerbegebiete im Bezirk Pankow. Das Gebiet ist durch einen Nutzungsmix aus Kleingewerbe, Handel, Freizeitnutzungen und Dienstleistungen geprägt. Der bauliche Zustand ist jedoch teils mangelhaft und vorhandene Flächen werden oft nur begrenzt genutzt. Durch die hohen Flächenkonkurrenzen und steigenden Mietpreise kommt es zunehmend zu einer Verdrängung der ansässigen kleingewerblichen Unternehmen.

Das Büro für Wirtschaftsförderung im Berliner Bezirk Pankow hatte aus diesem Grund eine Potenzialstudie zur gewerblichen Verdichtung und städtebaulichen Aufwertung für das Gewerbegebiet Storkower Straße beauftragt, die im Oktober 2021 abgeschlossen wurde. In der vorliegenden Studie sind u.a. Vorschläge

  • zum Erhalt der Bestandsunternehmen am Standort
  • zur besseren Anordnung und effizienteren Nutzung von Flächen
  • fehlenden Nutzungen am Standort
  • und zur künftigen Weiterentwicklung des Gewerbegebiets erarbeitet worden.

Die Interessen und Standorteinschätzungen der Unternehmen und Eigentümer vor Ort sind in die Untersuchung eingegangen. In begleitenden Beteiligungsformaten wurden zudem Herausforderungen und Problemstellungen im Gebiet benannt, die Grundlage für die Initiierung eines inzwischen regelmäßigen Austauschs der lokalen Akteure waren. Das Büro für Wirtschaftsförderung wird den Entwicklungsprozess sowie die gestartete Dialogreihe zum Austausch und zur Abstimmung von Maßnahmen für das Gewerbegebiet Storkower Straße auch zukünftig begleiten und unterstützen.

Luftbild Gewerbegebiet Storkower Straße, Foto: © Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: FIS-Broker (DOP20RGB) / Stand: 2019 / Abruf 05.2020
Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: FIS-Broker
Gewerbegebiet Storkower Straße, Foto: © Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: Herwarth + Holz
Bezirksamt Pankow von Berlin, Quelle: Herwarth + Holz

Ausstellung zur Potenzialstudie Storkower Straße

Die Ausstellung „Citynah. Attraktiv. Vielfältig“, die sich mit den Entwicklungsplänen für das Gewerbegebiet Storkower Straße beschäftigt, wurde am 27. November 2025 im Gastronomie- und Bildungszentrum Cantina eröffnet. Die Veranstaltung präsentierte Zukunftsperspektiven für das Areal, das sich durch eine hervorragende Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr auszeichnet und großes Potenzial für Innovationen bietet. Die Ausstellung basiert auf der „Potenzialstudie Gewerbegebiete Storkower Straße“ (2021), erarbeitet von der Herwarth + Holz Planung und Architektur GmbH.

Nach der Eröffnung ist die Ausstellung seit dem 12. Dezember 2025 im Stadtentwicklungsamt (Storkower Str. 97, 10407 Berlin) zu den Öffnungszeiten frei zugänglich. 

Ausstellung zur Potenzialstudie Storkower Straße
3D-Modell des Gewerbegebiets, erstellt von MILDE Berlin. Foto: Wirtschaftsförderung Pankow.
Wirtschaftsförderung Pankow
Gebietsdialog Storkower Straße Podiumsdiskussion im Vordergrund Rona Tietje

Gebietsdialog Gewerbegebiet Storkower Straße, 09.11.2020, ©Matthias Kindler

Kontakt

Bezirksamt Pankow von Berlin
Büro für Wirtschaftsförderung
Diesterwegstraße 28
10405 Berlin
Nadia Holbe
+49 30 90295 6701
nadia.holbe@ba-pankow.berlin.de