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Kreativwirtschaft in Pankow


Bedarfsanalyse der Modewirtschaft

Es geht um die Zukunft der Mode – Pankow und Mitte engagieren sich

Die Branche gilt mit ihren geringen Gewinnmargen und hohen Internationalisierungsgrad als eine der schwierigsten überhaupt, verfügt abergleichzeitig über eine hohe Dynamik mit Entwicklungspotential in den neuen Teilbereichen Wearables, Smart Textiles und Nachhaltigkeit.

Die Bezirke verzeichnen einen Rückgang bzw. Stillstand bei den Ansiedlungenneuer Modeunternehmen. Steigende Mieten, mangelnde Standort-Rahmenbedingungen und fehlende Branchenvernetzung führen dazu, dass dasKreativpotential und handwerkliches Know-How abwandert. Fakt ist: Mode ist einhartes Geschäft. Auch die Gewinnmargen fallen häufig so niedrig aus, dass viele Modeschaffende am Existenzminimum leben. Gerade Unternehmen, die verantwortungsbewusst und ressourcenschonend arbeiten möchten, erhaltenkaum Unterstützung.

Das Bezirksamt Pankow und das Bezirksamt Mitte starten am 29.07.2019 dasProjekt „Bedarfsanalyse der Modewirtschaft“, das der Entwicklung einesModehauses für Designer, Mode-Produzenten, Lieferanten oder auch Sales-Agenturen und angrenzender Gewerke dienen soll. Das mittelfristige Ziel ist der Aufbau eines gemeinsamen, kooperativen Textil-Standortes im Bezirk Mitte oder Pankow, der eine bezirksübergreifende Anlaufstelle für Modeschaffende bilden soll.

Ziel ist es, den Modestandort Berlin zu fördern und nachhaltig zu sichern sowie die Rahmenbedingungen für Modeschaffende in Berlin zu verbessern.

Hier setzt das Projekt an. Über die Bedarfsanalyse sollen die Anforderungen füreine Stabilisierung und Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungender kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Mode- und Textilbranchesowie notwendiger Infrastrukturanpassungen eruiert werden. Ist es für Mode-KMUs tatsächlich von Bedeutung und zukunftsträchtig, sich an einemgemeinsamen Standort zu konzentrieren? Und kann ein zentraler Standorthelfen, die Wertschöpfungskette innerhalb der Modebranche räumlich zuverdichten und somit die Rahmenbedingen für jedes einzelne Unternehmen zuverbessern? Hilft Kooperationsbildung untereinander, Synergien zu nutzen, vondenen jedes einzelne KMU profitiert? Diese, aber auch Fragen nach derAkzeptanz von Arbeitgeberzusammenschlüssen oder Einkaufsgemeinschaftensollen bearbeitet werden. Zusätzlich werden auch weitere notwendige Unterstützungen abgefragt, wie z.B. rechtliche Beratung oder Professionalisierung im Bereich der nachhaltigen Entwicklung von Produkten, im Mode-Produktionsmanagement, Vertrieb, PR und Marketing. Innovative und somit zukunftsfähige Bereiche, wie z.B. nachhaltige Mode und Smart-Textiles oder Wearables sollen besonders berücksichtigt werden.

Parallel zur Analyse wird außerdem ein Modenetzwerk am Standort auf- undausgebaut, um einen fortwährenden Austausch zwischen den interessierten Unternehmen in den Bezirken zu gewährleisten.

Diese werden vor allem im Rahmen von Interviews und Workshops am Prozess beteiligt, um Erfordernisse,Kommunikation und Transparenz des Prozesses zu gewährleisten, Kontakteaufzubauen und die Akzeptanz des Projekts von Anfang an zu sichern. Bereitsbestehende Netzwerke werden ausgebaut und die Beratung von kleinen undmittleren Mode-Unternehmen in Pankow übernommen werden.Im Ergebnis werden qualitative Handlungsempfehlungen, insbesondere für einen zentralen Modestandort in den Bezirken und dessen Angebote, erwartet.

Aktuell führt der Bezirk Pankow zusammen mit dem Bezirk Mitte in Kooperation mit NEMONA – Netzwerk für Mode und Produktion, eine Bedarfsanalyse zu einem Modehaus in Berlin durch. Ansätze hierzu gab es in der Vergangenheit schon einige und wir beziehen in unsere Analyse die schon bestehenden Überlegungen und Akteure soweit wie möglich ein.

Bedarfsanalyse der Modewirtschaft

Nadine Thomas

Nadine Thomas

Beraterin
Spezialisierung: Textil- und Kreativwirtschaft, Veranstaltungen / Märkte, Existenzgründung, Insolvenzen,
Bezirksamt Pankow, Büro für Wirtschaftsförderung


nadine.thomas@ba-pankow.berlin.de